InterFace AG: Beitrag zur Blogparade

Unterscheide, ohne zu trennen!

Diese Aussage stammt vom österreichischen Philosophen und Physiker Herbert Pietschmann. Weiter meint dieser jedoch in einem Vortrag: „[D]iese Maxime Unterscheide, ohne zu trennen! genügt nicht. Denn das, was wir unterscheiden, gehört ja eigentlich zusammen. Sonst müsst’ man’s ja nicht unterscheiden, wenn’s von vornherein getrennt wäre.“

Das bedeutet folglich, dass das, was wir unterscheiden, sich auch sehr ähnlich sein kann, sich aber wohl in bestimmten Merkmalsausprägungen unterscheidet.

Gleich, ähnlich, oder doch unterschiedlich?

In unserem Berufsleben sind wir Tag ein Tag aus mit Abstufungen, Ausprägungen und Varianten von verschiedenen Aufgaben oder Problemen umgeben. Die Herausforderung hierbei ist es jedoch einzuschätzen, was dabei eigentlich unterschiedlich, beziehungsweise doch ähnlich ist, oder was sogar gleichbehandelt werden darf.

Dieser Rückschluss lässt sich wunderbar auf Projektteams oder die Mitarbeiter einer Firma übertragen. Denn hier treffen ganz verschiedene Personen aufeinander: Manchmal „ticken sie gleich“, manchmal sind sie sich sehr ähnlich, aber doch ist jede einzelne Person für sich einzigartig und damit ganz unterschiedlich zu einer anderen Person.

Das Wort „Individuum“ beschreibt diese menschliche Einmaligkeit sehr treffend.  Jeder Mitarbeiter hat eine eigene spezielle Aufgabe und ist dank seiner individuellen Fähigkeiten dazu in der Lage, diese gut zu erfüllen. Und gerade dieses Aufeinandertreffen einer Vielfalt an Persönlichkeiten bringt großes Potenzial und Möglichkeiten mit sich, denn wenn alle einer Meinung sind, entsteht kein Raum für Diskussion oder konstruktiven Dissens.

Aufgaben und Herausforderungen, mit denen sich Mitarbeiter konfrontiert sehen, werden von jedem unterschiedlich und jeweils in Bezug auf seine entsprechende Tätigkeit/Situation wahrgenommen. So sollten sie jederzeit rational und nach bestem Wissen einschätzen und unterscheiden können, was für Sie relevant ist oder nicht.

Im Idealfall trennen Sie Ihre persönliche Einschätzung nicht von der Sichtweise, die sich auf das Ziel der Gesamtunternehmung erstreckt. Was sozusagen „das Beste für alle“ ist. Aus der offenen und wertschätzenden Diskussion heraus können somit Probleme zu neuen Erkenntnissen und Chancen werden.

In der Realität müssen wir jedoch feststellen, dass Entscheidungen nicht immer nur rational und mit Vernunft getroffen werden. Oftmals gilt auch der reine Usus als Grundlage und Rechtfertigung zur Entscheidungsfindung, nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht…“.

Hierbei haben Menschen verlernt zu unterscheiden, zu differenzieren, oder haben schlichtweg keine Zeit für eine überlegte Auseinandersetzung mit einem bestimmten Themengebiet.

Ein weiteres Problem stellt das weit verbreitete Pauschalisieren dar. Eine Anordnung von Problemen oder Persönlichkeiten wird hier „über einen Kamm“ geschoren und nicht voneinander unterschieden.

Verallgemeinerungen führen jedoch oftmals zu Fehleinschätzungen.

Jedes Projekt, jede Aufgabe ist anders. Natürlich lernen wir aus Erfahrungen, doch genau diese machen uns manches Mal auch „blind“ gegenüber Neuem.

Daher behält die Maxime Pietschmanns: „Unterscheide, ohne zu trennen“ in unserer sich immer schneller verändernden Umwelt weiterhin ihre Gültigkeit und sollte sogar noch viel mehr in den Köpfen der Menschen verankert sein, bei all ihren Entscheidungen.

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Der Medienkünstler Wolf Nkole Helzle hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und vereint in performativen Fotoprojekten „Homo universalis“ bis zu 3000 einzelne Porträts zu einem „Gesicht“.

Er macht aus vielen kleinen unterschiedlichen Teilen etwas großes und Gleiches. Dies ist eine sehr anschauliche Visualisierung dafür, dass viele einzelne Menschen und Persönlichkeiten in einer Unternehmung oder einem Projekt zu „einem großen Ganzen“ zusammenwachsen müssen, um zu einem erfolgreichen Resultat zu gelangen. Denn nur, wenn viele unterschiedliche, nicht getrennte Sichtweisen, in transparenter und kooperativer Weise in Projekten an einer Problemstellung zusammenarbeiten, können neuartige und kreative Lösungsvorschläge entstehen.

Wirres Geplauder (Pecha Kucha) beim #PMCampDOR

In diesem Jahr gibt’s eine kleine Innovation beim PM Camp Dornbirn. Am Samstag werden anstatt des zweiten Impulsvortrages vier Pecha Kucha Talks stattfinden. “Häää…?”, werden Sie sich vielleicht jetzt denken.

Das PechaKucha-Format (= wirres Geplauder) bietet die Möglichkeit, Themen, Gedanken oder Geschichten auf einfache und inspirierende Weise zu präsentieren. 20 Folien x 20 Sekunden je Folie. Möglichst wenig / kein Text – nur Bilder und eine starke Geschichte.

PechaKucha wurde im Jahr 2003 in Tokio/Japan von Klein-Dytham Architects initiiert, ist eine Non-Profit Organisation und läuft in bereits 900 Städten weltweit.

 

 

Wir haben vier spannende Querdenker eingeladen. Ihr dürft gespannt sein!

Projektmensch: Darum unterstützten wir das PM Camp

Logo Projektmensch b3cm 200dpi (1-00 HZ)Unter dem Motto: Mit Projekten ist mehr möglich als man ahnt, arbeiten wir seit 1997 in unterschiedlichen Rollen in Projekten. Mal als Projektleiter, mal als Projektcoach und aber auch als Sparringspartner und Trainer. Unser Ziel ist es, die scheinbar graue Theorie des Projektmanagements auf unterschiedlichen Wegen für unsere Kunden einfach praktikabel zu machen. Gerade die Anwendbarkeit der Methoden in der Praxis ist ein großes Anliegen für uns.

Unser Name Projektmensch beschreibt wörtlich, worum es bei unserer Arbeit geht: Um die Menschen in Projekten und deren Erfolg. Und genau hier liegt die Schnittstelle zum PM Camp. Wir begegnen Menschen, die in und an Projekten arbeiten, sich mit Projektmanagement beschäftigen und wertvolle Erfahrungen mitbringen – und suchen gemeinsam in offenen Gesprächen kreative Lösungen. Das sind gute und machbare Lösungen, die zum Projekt der Menschen passen. Denn wie gut eine Lösung tatsächlich ist, zeigt sich in der Praxis und nicht im Lehrbuch.

Organisationsentwicklung liegt uns ganz besonders am Herzen. Wir helfen Projektmanagement in Organisationen weiterzuentwickeln, um den Alltag der Menschen leichter zu machen. Gutes Projektmanagement beginnt mit Strategie und Systematik des Projektportfolios. Wir sind überzeugt davon, dass man mit Projektmanagement sogar neue Geschäftsfelder erschließen und die Zukunft unserer Arbeit gestalten kann. Denn auch hier gilt: Mit Projekten ist mehr möglich, als man ahnt. Und wir denken, die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft.

Unterschiedliche Denkansätze im Projektmanagement sind sehr bereichernd, finden wir. Umso mehr freuen wir uns auf das diesjährige PM Camp zum Thema: Unterscheide ohne zu trennen. Wir unterstützen das PM Camp aus vollster Überzeugung zum machbaren Projektmanagement.

Wir freuen uns auf kontroverse Diskussionen und einen wertvollen Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmern.

Auf gute Gespräche, beim PM Camp 2016!

Corinna, Daniela, Karolina für das Projektmensch-Team

Helmut Kiermeier / esc Solutions
darum unterstützen wir das PM Camp

Wir unterstützen das PM-Camp in Dornbirn, weil wir von Anfang an dabei waren und überzeugt sind, dass durch stetes Hinterfragen von Eingefahrenem Neues entsteht. Auf dem PM-Camp trifft man Menschen, die durch ihre unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen bzgl. der Themen „Projektmanagement” und “Führen in Projekten“ einen kreativen Raum entstehen lassen, der zu neuen Erkenntnissen bei den einzelnen Teilnehmern führt, die eine praktische Relevanz haben. Nur was praktisch angewandt wird, hat im Tagesgeschäft Bedeutung.

Auf dem PM-Camp entsteht jedes Jahr eine angenehme Atmosphäre, die es ermöglicht, seine eigenen Erfahrungen mit Gleichgesinnten offen zu reflektieren und daraus Anregungen für die eigene Praxis mitzunehmen.

Wir freuen uns, auch dieses Jahr wieder dabei zu sein und wünschen allen Teilnehmern anregende Gespräche und viele neue Erkenntnisse.

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Helmut Kiermeier ist Gründer und Geschäftsführer der esc Solutions GmbH in München. Er verfügt über weit mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich IT-Projektmanagement u.a. als verantwortlicher Manager eines der größten Softwarehäuser in Deutschland.

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Dr. Thomas Mathoi / iPROT
darum unterstützen wir das PM Camp

Wir freuen, dass wir das PM-Camp auch heuer wieder unterstützen dürfen. Denn das PM-Camp bietet mit seinem Format jenseits der klassischen Veranstaltungsmuster den idealen Raum für inspirierende und gleichermaßen animierende Tage mit vielen interessanten Menschen und einen offenen Erfahrungsaustausch.

Und ganz egal, ob Projekte klassisch oder agil abgewickelt werden, iPROT ist getreu dem diesjährigen Camp-Motto „Unterscheide, ohne zu trennen“ genau die richtige Software für die Projektdokumentation, völlig unabhängig von Methodik und Projektorganisation.

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Dr. Thomas Mathoi ist Mitbegründer und Geschäftsführer von iPROT. iPROT ist eine Webapplikation, mit der man mit wenigen Klicks sehr effektiv Besprechungen, Gespräche, den Versand von Projektunterlagen und sogar ganze Projekte dokumentieren kann.

iPROT

Blogparade – Unterscheide ohne zu trennen

Zur Einstimmung und Vorbereitung des diesjährigen PM Camps in Dornbirn rufen wir wieder zu einer Blogparade auf: Unterscheide ohne zu trennen – so lautet dieses Jahr das Motto des PM Camp Dornbirn. Ein Thema, das eine gewisse Brisanz in sich trägt und manche Assoziationen weckt …

Übertriebenes Harmoniebedürfnis verleitet gelegentlich zur Gleichmacherei. Erkannte Unterschiede erweitern den Horizont. Unterschiede können Spannungen erzeugen. Trennen und Ignorieren liegen gelegentlich dicht beieinander. Unterschiede ermöglichen Vielfalt. Vielfalt bereichert …

Wenn Ihr einen Text auf Euren Blogs beisteuern möchte verlinkt einfach diesen Beitrag. Dann nehmen wir Euch auf der Übersichtsseite zur diesjährigen Blogparade auf. Wer selbst keinen Blog hat kann dennoch mitmachen. Schickt uns einfach eine Mail an blogparade.dornbirn@pm-camp.org Dann stellen wir Euren Text als Gastbeitrag ein.

Wir wünschen viel Spaß beim Bloggen bzw. Inspiration beim Lesen der Beiträge.